Zinsen – weiterhin viele Änderungen

Zinsen – weiterhin viele Änderungen

In den letzten Wochen haben sich die Fixzinsen großteils mehr als verdoppelt.

Unsere Prognose ist noch immer, dass sich die Fixzinsen bis Ende des Jahres noch leicht nach oben bewegen werden, um sich Anfang 2023 dann wieder leicht nach unten zu bewegen. Die gewohnten niedrigen Fixzinssätze der letzten Jahre werden wir aber nicht mehr bekommen.

Im variablen Bereich hat die EZB eine Zinserhöhung angekündigt, die Prognosen in diesem Bereich gehen von zukünftigen variablen Zinssätzen mit Ende 2023 von 0,5% – 3% aus.

Auf alle Fälle werden die Aufschläge für Neufinanzierungen nach oben gehen und die variablen Finanzierungen  – unabhängig von Euribor- oder Zinserhöhungen durch die EZB – automatisch teurer.

Baubranche – wie geht’s weiter?

Baubranche – wie geht’s weiter?

Dass die Immobilien momentan sehr teuer sind, sind sich alle Banken, Kunden und auch die Politik einig. Um dieser „Immobilienblase“ entgegenzuwirken sind Schritte wie verschärfte Kreditvergaberichtlinien und höhere Kreditzinsen in die Wege geleitet worden.

Durch die verschiedenen Krisen, erhöhte Rohstoffpreise und hohe Grundstückskosten sind auch die Grundstücksankäufe seitens Genossenschaften und Bauträgern in den letzten eineinhalb Jahren massiv zurückgegangen bzw. wurden gar keine Ankäufe mehr getätigt.

Wenn man die Grundkosten und die neuen Baupreise kalkuliert – bekommt man vielerorts am Ende der Kalkulation leider Verkaufspreise, die Kunden nicht zu zahlen bereit sind bzw. nicht mehr finanzieren können/möchten.

Die Auswirkungen durch diese „Bauträgerlücke“ werden wir erst ab nächstem Jahr zu spüren bekommen, auch dadurch, dass im Bau- und Baunebengewerbe viele Arbeitsplätze gefährdet sein werden.

Die Lücke entsteht dadurch, dass Bauträger in Schnitt 2-3 Jahre, nach Grundankauf, für alle Planungen und Genehmigungen benötigen, um danach mit dem Bau beginnen zu können.

Bankenintern rechnet man mit einem Auftragsrückgang von bis zu 40% im Bau- und Baunebengewerbe.

Immobilienpreise – wohin noch …?

Immobilienpreise – wohin noch …?

Wie bereits beschrieben – durch verschärfte Vergaberichtlinien und höhere Zinsen möchte man erreichen, dass weniger Immobilienkredite vergeben werden.

Motto – weniger Kreditvergaben – weniger Immobilienkäufe – sinkende Preise.

Auch verschiedenen Medien haben dieses Thema bereits aufgenommen. Es soll eine Korrektur der Immobilienpreise um bis zu 30% nach unten (je nach Gebiet) durch die vorgenommenen Maßnahmen erreicht werden.

Man darf gespannt sein, ob dies auch in der Realität erreicht wird.

Inflation – wie geht es weiter …?

Inflation – wie geht es weiter

Wir haben bereits Anfang des Jahres eine zweistellige Inflation angekündigt – die offizielle ist ja momentan bei knapp unter 8%. Wenn man ehrlich ist und die Preise von Strom, Gas, Benzin, Lebensmitteln, Baumaterialien, Mieten und Immobilienpreise berücksichtigt, haben wir ja schon eine Inflation von ca. 14-15%.

Einem Ende der Inflation soll zwar durch steigende Zinsen entgegengewirkt werden – aber werden dadurch wirklich die wichtigen Dinge des Lebens billiger?

Ein Ende der Inflation ist unserer Meinung nach momentan leider nicht in Sichtweite.